Urbaner Spaziergang am Sonntag, den 13.09.2015 - "Urbanisierung reloaded - vom Landhaus zur Stadtvilla"
Die Flucht aus der städtischen Enge und Hektik hinaus auf das ruhige, überschaubare Land ist keine Erfindung der Gegenwart mit dem Eigenheim im Grünen vor den Toren der Stadt. Schon in der Renaissance hielt der Trend zur Errichtung vornehmer Landgüter als Kontrapunkt zur Stadt Einzug. Als Statusobjekt reicher Adliger und Bürger waren sie wenigen vorbehalten, die das Landleben mit ursprünglichen Werten und gesunden Zuständen idealisierten, die sie in den dicht bebauten Städten mit ihren ungesunden Dämpfen nicht mehr gegeben sahen. In Sichtweite der Stadt frönten sie ihrem Luxus, während die einfache Stadtbevölkerung in ihrem täglichen Überlebenskampf gefangen blieb. Auch in Bremen legten reiche Kaufleute Gärten und Landsitze an oder kauften Landgüter auf. Die Straße Plantage in Findorff erinnert noch an einen solchen Landsitz mit Orangerie. Diese Qualität des Landlebens in der Nähe der Stadt, der großzügigen Grundstücke und Wohnbauten wird in Bremen nicht zuletzt auch mit dem Stadtteil ...