"AAA trifft Alvar Aalto" Dokumentation und Resumeé vom 18.03.2007

Unterwegs mit alten Vahraonen Pünktlich zu unserem Urbanen Spaziergang riss die graue Wolkendecke über der Neuen Vahr auf und ein Meer von Sonnenstrahlen badete ihr Wahrzeichen, das Aalto-Hochhaus, in ihrem Schein. Am Fuße des Bauwerks hatte sich eine wackere Schar Spaziergänger und Spaziergängerinnen versammelt, die im weiteren Verlauf auch Sturm und Hagel trotzte. Bevor es allerdings in die weitläufigen Anlagen der Vahr ging, bestiegen wir das Aalto-Hochhaus, um aus der Vogelperspektive einen Blick auf die am Reißbrett geplanten Strukturen des Stadtteils werfen zu können. In luftiger und heute vor allem windiger Höhe von 65 Metern beeindruckte nicht nur die Symmetrie der Neuen Vahr, sondern auch das ausgedehnte Grün. Wieder auf dem Boden führte der Weg durch das Zentrum der Neuen Vahr rund um die Berliner Freiheit. Als zentraler Punkt ist sie nicht nur das Versorgungszentrum, sondern stellt auch das Herz des kulturellen Zusammenlebens in der Vahr dar. Multinationale Lebensmittelgesch...

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"AAA trifft Alvar Aalto" am 18.03.2007

AAA trifft Alvar AaltoUrbaner Spaziergang mit dem WinkelmaßIn der Neuen Vahr verbindet sich der Utopismus der „Klassischen Moderne“ mit der Lösung der großen Wohnungsnot nach Ende des Zweiten Weltkriegs. In Rekordzeit entstand hier in den 50er Jahren auf einer Wiesenlandschaft im Bremer Osten eine neue Heimat für über 30.000 Menschen. Ihr weitstrahlendes Aushängeschild besitzt das in serieller Massenbauweise geschaffene uniforme Gesamtkunstwerk dabei mit dem Hochhaus des finnischen Stararchitekten Alvar Aalto. Für ihre ersten Bewohner symbolisierte die Neue Vahr den Aufbruch in ein neues Leben nach entbehrungsreichen Jahren. Die fortschrittliche Ausstattung der Wohnungen in der Neuen Vahr (mit Etagenheizungen, Strom und fließend Wasser) begeisterte die Erstbezieher so nachhaltig, dass viele dieser „Vahraonen“ nie wieder umzogen. Ob die Neue Vahr allerdings mit der Zeitlosigkeit der Pyramiden wetteifern kann, ist eine der Fragen, die wir während unseres Spaziergangs diskutieren möchten....

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"Zugemauert mit Tür": so gesehen am 04.03.2007 unterhalb des Breitenwegs!

AAA verändert Bremen! Zu unserer großen Überraschung haben wir feststellen müssen, dass die Stadt Bremen das Treppenhaus der Treppe, die vom Kaufmannsmühlenkamp auf den Breitenweg führt, zumauern, bzw. mit einer Betondecke sperren lassen hat. Das Treppenhaus bildete den Startpunkt unseres Urbanen Spaziergangs „Unterwandern“ im November 2006 und war auch die Kulisse der Fotos in der zugehörigen Berichterstattung im Weser Kurier. Wir registrieren erfreut, dass wir mit unseren urbanen Spaziergängen Aufmerksamkeit auf scheinbar vergessene Orte im Bremer Stadtgebiet lenken, allerdings bedauern wir den sehr destruktiven Lösungsansatz. Anstatt noch mehr Durchgänge zu versiegeln, hätten wir uns gewünscht, dass dieser an sich spannende Ort wieder stärker belebt wird. Aber ein Hintertürchen ist ja geblieben.Text: Oliver Hasemann, Foto links: Meike Schlingmann, Foto rechts: Daniel Schnier

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"überwandern - unterbrücken" Dokumentation und Resumeé vom 03.03.2007

Warten auf den Containerzug In den frühen Abendstunden trafen wir uns am vergangenen Samstagabend zu einem Urbanen Spaziergang. Mit knapp 50 Personen begaben wir uns auf einen Weg im Schein der Laternen und der Schatten abseits ihres Scheins. Die düstere Atmosphäre einiger von uns aufgesuchter Orte wurde durch die positive Stimmung innerhalb der Gruppe immer wieder aufgehellt. Erhellend für uns waren auch die vielen Beiträge und Fragen, die von Euch beigetragen wurden, so dass ein lebhaftes Erlebnis der Orte möglich wurde. Orientiert hat sich unser Spaziergang an der Verkehrsinfrastruktur Bremens. An den großen Einfallstraßen, die Waren und Menschen in die Stadt führen oder auch durch die Stadt führen, am globalen Verkehrsstrang Schiene, der den Exportweltmeister Deutschland über die Seehäfen mit der Welt verbindet. Zwischen Straße und Schiene, zwischen dem konstanten Rauschen des Straßenverkehrs und dem temporär anschwellenden Kreischen der Güterzüge, mussten wir uns als Fußgänger auf...

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"überwandern - unterbrücken" am 03.03.2007

überwandern – unterbrücken Rückspiel zwischen Hochstraße und SchienenbettStraßen und Schienen bilden die Lebensader der globalisierten Gesellschaft, über sie fließen die Rohstoffe, Produkte und Arbeitskräfte, die den Motor unseres Wirtschaftssystems befeuern. Ohne Pause rollen insbesondere die Container und Automobile zu den Bremer Häfen und stillen den Hunger der Welt nach Produkten „made in Germany“. Längst schon ist der Schienenweg nach Bremen zu einem Nadelöhr der Exportwirtschaft geworden. Im (Lärm)Schatten dieses globalen Verkehrswegs hat sich die Stadt auf ganz verschiedene Weise arrangiert. Wohngebiete schotten sich gegen den Lärm ab, kleinteiliges Gewerbe nutzt die günstigen Immobilienpreise. Der Kontrast zwischen der hektischen Dynamik des Verkehrs einerseits, und der abgewandten Ruhe der Stadt andererseits, bildet den Spannungsbogen dieses Spaziergangs. Er führt auf dunklen Pfaden über- und unterhalb der Verkehrsstränge in die Innenstadt. Schattenspiele und Klanggewitter tau...

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WESER KURIER, 15.02.2007

Auf dem Weg der Matrosen WALLE. Wenn früher ein Schiff im Hafen anlegte und sich die Matrosen mit ihrer Lohntüte auf den Weg in die Kneipe machten, um das Geld auf den Kopf zu hauen, gingen sie zur "Waller Küste", dem Vergnügungsviertel im Bremer Westen. Heute erinnern nur noch wenige Bars an diese Zeiten.Am Sonntag lud das Autonome Architektur Atelier (AAA) zu einem Stadtspaziergang durch das alte Arbeiterviertel Walle ein. "In Walle komm Se alle" hieß das Motto des Rundgangs in Abwandlung einer bekannten Redewendung, und trotz Nieselwetters waren rund 60 Interessierte zum vereinbarten Treffpunkt gekommen.Vom alten Weg der Matrosen ist heute nur noch wenig zu sehen. Der Stinkbüddelmannsgang wurde modernisiert und heißt heute Waller Stieg. Und die Leute, die heute hier entlang hasten, sind keine Seeleute auf Landgang, sondern meist Studenten auf dem Weg zur Kunsthochschule. "Durch den Umbau der Überseestadt sieht sich der Stadtteil Walle mit gravierenden Veränderungen konfrontiert", st...

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OK Bremen, 14.02.2007

Das AAA im Offenen Kanal BremenIn einem Radiobeitrag von Clemens Haug wurden wir nach unserem letzten urbanen Spaziergang am 11.02.2007 "In Walle komm Se alle" zum Thema Raumumnutzung interviewt. Gesendet wurde am Mittwoch, den 14.02.2007 im Rahmen des Campus-Radios im Bürgerrundfunk Bremen (UKW 92,5 MHz in Bremen).Wir haben es für Euch aufgezeichnet! Zirka 7 Minuten Team Orange, Theater 62 und AAA:hier der Radiobeitrag von Clemens Haug->Wir sehen uns beim "überwandern - unterbrücken" am Samstag, den 03.03.2007 an der Schleswiger Str. 4 um 19Uhr in Bremen (Eingangsbereich Kulturhaus Walle - Brodelpott).Und am Sonntag, den 18.03.2007 um 14.00Uhr treffen wir uns vor dem Aalto-Hochhaus an der Otto-Suhr-Strasse, 28327 Bremen in der Vahr. Der Titel lautet: "AAA trifft Alvar Aalto"FOTO: Daniel Schnier

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"In Walle komm Se alle" Dokumentation und Resumeé vom 11.02.2007

Bei Dämmerlicht durch die verblassenden RotlichtschattenBesorgt hatten wir uns gefragt, ob und wieviele Besucher sich wohl bei Regenwetter und schneegesäumten Straßen auf einen Spaziergang durch den Bremer Westen führen lassen wollen. Eine unbegründete Sorge, denn tatsächlich haben wir mit einer Gruppe aus 60 Personen die Straßen in Walle blockiert. Die Frage, die wir an den Anfang unseres Spaziergangs gestellt hatten, war, ob sich Walle, durch die Nachbarschaft zu HfK im Speicher XI und der Überseestadt, zu einem neuen Wohnquartier eines kreativen Milieus entwickelt. Gleichzeitig folgten wir den historischen Spuren der Hafenarbeiter und Matrosen, die durch den Stinkbüddelmannsgang von der Feuerwache aus mit Taschen voll Geld an die ehemalige Waller Küste mit ihren Schankwirtschaften und Tanzlokalen gespült wurden.In den knapp zwei Stunden zwischen Alter Feuerwache und dem Kulturhaus Walle-Brodelpott in Osterfeuerberg haben wir einen Blick auf das alte Walle, mit Rotlichtbars, dem Sock...

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"In Walle komm Se alle" am Sonntag , den 11. Februar 2007 um 14.00Uhr

In Walle komm Se alle Am Weserufer erhebt sich aus den alten Hafenrevieren die neue Überseestadt. Wo ehedem harte körperliche Arbeit gefragt war, arbeitet man nun mit spitzem Bleistift. Hinter dem Deich an der "Waller Küste" warten die (nicht mehr ganz so) leichten Mädchen mittlerweile vergeblich auf ihre Kundschaft. Die alten Seebären sitzen derweil auf dem Trockenen und nach und nach kapern junge Studenten und Studentinnen und KünstlerInnen den Arbeiterstadtteil. Beschleunigt wird der Wandel durch städtische und private Investitionen in die Sanierung des Stadtteils. Die Waller Heerstraße ist als Sanierungsgebiet ausgeschrieben worden und die Vegesacker Straße wird zum quirligen Stadtteilzentrum mit Kneipen und Restaurants gestaltet und möbliert. Trotzdem ist der Geist aus der Hochzeit des Hafens an vielen Stellen erhalten geblieben. Neben den verschiedenen Reminiszenzen an die Seefahrt und Hafenwirtschaft, die an Wänden und in Vorgärten immer noch allgegenwärtig sind, ist es au...

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WESER KURIER, 18.01.2007

Querfeldein zum Hafenbecken Führung fand große Resonanz / 150 Teilnehmer erfuhren WissenswertesWALLE. Auf dem Stadtplan ist die Eduard-Schopf-Allee im Hafengebiet noch gar nicht verzeichnet. Der Wandel in der Überseestadt vollzieht sich rasant. Das Autonome Architektur Atelier (AAA) veranstaltete am Sonntag einen kostenlosen Stadtspaziergang durch einen Stadtteil voller Geschichte, der sich im Umbruch befindet. Rund 150 Teilnehmer, von jungen Leuten bis Senioren, spazierten mit.Die Veranstalter der AAA-Stadtspaziergänge wollen sich von Führungen absetzen, bei denen manchmal recht lieblos die vermeintlich wichtigsten Sehenswürdigkeiten abgeklappert werden. Vielmehr sollen spannende Entwicklungen im städtischen Raum im Mittelpunkt stehen, und die Dynamik der Stadtplanung soll verdeutlicht werden. So kann es durchaus geschehen, dass die Gruppe mitten auf einer freien Fläche im öffenlichen Raum stehenbleibt und die Teilnehmer rätseln, was denn das Besondere an gerade dieser matschigen Baus...

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