IBA Thüringen – Internationale Konferenz LeerGut
Positionen zum Umdenken, Umprogrammieren und Umnutzen von Leerstand

04.07.2016

Die internationale Konferenz ist einem der fünf Arbeitsschwerpunkte der IBA Thüringen gewidmet: LeerGut, d.h. leerstehenden Gebäuden und ihrer Zukunftsfähigkeit in kleinen und mittleren Gemeinden. Die Konferenz bietet innovative und überraschende Beispiele für die Finanzierung, den Betrieb, die Gestaltung, aber auch Nutzung leerstehender Gebäude und brachgefallener Standorte in nicht wachsenden Regionen. Im Kontext unserer aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen zur Unterbringung flüchtender Menschen, bezahlbaren Wohnangeboten für Bedürftige generell und für den Umbau zu einer ressourcenschützenden und nachhaltigen Gesellschaft scheint uns die Arbeit mit dem Gebäudebestand selbstverständlich zu sein. Das Nebeneinander von Schrumpfen und Wachsen in ländlich geprägten Regionen erzeugt dabei jedoch ein Paradox von Zuviel und Zuwenig in unmittelbarer Nachbarschaft. Dennoch betrachtet die IBA den Leerstand in Thüringen als Ressource im weitesten Sinne: als LeerGut. Die internationale...

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Günstig(e) Gelegen(heiten) – Zwischen Knast und Krankenhaus

25.05.2016

Zu einem Urbanen Spaziergang durch Gröpelingen lädt das AAA - Autonome Architektur Atelier mit dem Bremer Energie-Konsens ein. Auf dem Weg durch den Westen von Gröpelingen stehen die historischen Wohnquartiere hier im Fokus der Wahrnehmung. In den Zeiten der Industrialisierung sind die Unterkünfte für die Arbeiter der großen Industrieunternehmen im Stadtteil entstanden. Straßen mit den typischen Bremer Häusern wechseln sich mit Siedlungen ab, die am Stück von den Genossenschaften oder den großen Arbeitgebern gebaut wurden. Über die Jahrzehnte hat sich eine vielschichtige Individualität herausgebildet, die auch optisch dem Wandel der Erwerbsbiographien Rechnung trägt.Räumlich bewegt sich der Urbane Spaziergang zwischen Weser und Blockland, den beiden natürlichen Begrenzungen Gröpelingens. Zwischen diesen ziehen sich Schienen und Durchgangsstraße als markante technische Achsen, an denen sich auch die baulichen Landmarken wir das Straßenbahndepot, das Krankenhaus und die Justizvollzugsans...

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Urbaner Spaziergang durch die Lärm-Landschaft
Verkehrsclub Deutschland (VCD) und Autonomes Architektur Atelier (AAA) laden zum „Soundwalk 2016“ ein

10.05.2016

Neustadt. Lärm erzeugt Stress, kann nachweislich krank machen, zu Schlaflosigkeit und Bluthochdruck führen. In Großstädten wie Bremen gibt es viel davon, insbesondere die Neustadt hat durch Hauptverkehrsstraßen und den Flughafen mit viel Krach zu tun. Geräusche werden schon ab 55 Dezibel als Lärmbelästigung empfunden, Werte ab 65 bewirken Stress. 75 Dezibel misst Wilfried Lietzau vom Bremer Landesverband des Verkehrsclub Deutschland dort, wo Neuenlander und Duckwitzstraße aufeinandertreffen. Vor ihm steht eine Gruppe Menschen, die erstaunt auf die Zahlen seines Messgerätes blickt. Sie sind Teilnehmer des „Soundwalk 2016“, eines vom VCD und dem Autonomen Architektur Atelier (AAA) mit Unterstützung des Beirats angebotenen urbanen Spaziergangs. Anlass ist der Internationale Tag gegen Lärm. Immer mehr Menschen trudeln an diesem nasskalten Nachmittag trotz widrigster Bedingungen am Treffpunkt ein. Als sich der Tross in Bewegung setzt, zählt er um die 35 Personen. Oliver Hasemann vom AAA mus...

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Soundwalk 2016

11.04.2016

Soundwalk 2016 - ein Urbaner Spaziergang zum internationalen Tag gegen Lärm - durch die Bremer Neustadt Die Lärmkarte zieht sich wie ein engmaschiges Netz über die Neustadt. Ein Netz, dessen Fäden aus Straßen und Bahnentrassen besteht. Manche seiner Fäden sind ausgeprägter, stärker, lauter, andere eher dünn und leise. An ihren Schnittstellen bilden sich dicke Knoten, an denen sich Autos und Lastwagen, Straßenbahnen und Fahrradfahrer begegnen und die von einer ausgeprägten Geräuschbildung geprägt sind. Dazwischen, in den Maschen, breiten sich Orte der Stille aus. Wenig tangiert von der Hektik und dem Lärm der großen und kleinen Verkehrsstränge. Am internationalen Tag gegen Lärm laden wir zu einem Urbanen Spaziergang durch die Bremer Neustadt ein. Hier kreuzen sich stark befahrene Straßen, Straßenbahnen durchziehen das Quartier und auf zweiter Ebene überqueren eine Bundesstraße und eine Autobahn den Stadtteil. Darüber öffnet sich der Himmel und in ihm die An- und Abflugschneise für Flugz...

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REFILL
Reuse of vacant spaces as driving Force for Innovation on Local Level

22.01.2016

Freie Hansestadt Bremen ist Partnerstadt des EU-Projekts „REFILL – Beyond temporality“ Zwischennutzungen gehören in Bremen seit Jahren zur Praxis: Mit der Einführung der ZwischenZeitZentrale (ZZZ) am 12. März 2010 hat Bremen neue Maßstäbe gesetzt. Von den Erfahrungen, Methoden und Instrumenten möchten nun auch andere europäische Städte profitieren.  Das EU-Projekt „REFILL – Beyond temporality“ fokussiert anlässlich der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise neue Formen von Solidarität und Engagement in Städten. Pioniere und lokale Initiativen schaffen durch unkonventionelle Ideen neue Lösungen, um Städte zukunftsfähig zu machen. Zwischennutzungen haben sich in den letzten Jahren als ein leistungsfähiges Werkzeug für Städte im Wandel entpuppt.  REFILL startet im Oktober 2015, es ist Teil des EU-Austausch- und Lernprogramms URBACT III aus Paris / Frankreich. Im Projekt werden sich 10-12 Städte über „temporäre Nutzungen und mehr“ austauschen, bisher sind neben Bremen Riga (LV), Athen (GR...

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Grüße und Küsse

22.12.2015

Liebe Freundinnen und Freunde des AAA,sehr geehrte Damen und Herren, Euer Engagement haben dazu beigetragen, dass viele gute Ideen und Projekte gemeinsam entwickelt und umgesetzt werden konnten. Dafür bedanken wir uns bei Euch ganz herzlich! Wir wünschen Euch schöne und erholsame Feiertage und einen guten, gesunden und erfolgreichen Start ins neue Jahr 2016. Liebste Grüße von EuremAAA Oliver Hasemann und Daniel SchnierZum Sebaldsbrücker Bahnhof 1 (Wurst Case)28309 Bremen

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Dokumentation Urbaner Spaziergang „Der große Wurf nach der Werft – Stadtplanung auf Kiel gelegt“ durch Gröpelingen am Sonntag, 25.10.2015

01.11.2015

Bei wunderschönem, sonnigen Wetter trafen wir uns am vergangenen Sonntag vor dem Lichthaus, dem Gebäude des Betriebsrats der ehemaligen AG Weser. Viele der TeilnehmerInnen sind mit dem Fahrrad gekommen, einige auch mit dem Klapprad. Auf den Stufen des ehemaligen Betriebsrats und mit Blick in Richtung der Waterfront, bzw. der nicht mehr existenten Werft, erfolgt die Begrüßung durch Uli Pollkläsener vom Bremer Energiekonsens und uns. Der Blick auf das ehemalige Gelände der Weser AG, umgangssprachlich auch „Use Akschen“, bestimmte dann auch den Beginn unseres Spaziergangs. In den Hochzeiten der 60er Jahre einmal Arbeitsplatz von 8.000 Menschen und für viele Jahrzehnte das optische und inhaltliche Zentrum von Gröpelingen, gingen diese Arbeitsplätze und diese Bedeutung Ende 1983 mit der Schließung der Werft verloren. Mit einem großen Wurf versuchte der Bremer Senat und verschiedene Investoren und Projektentwickler hier seit Mitte der 90er Jahre auf einen Schlag alle Probleme zu lösen und ei...

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Urbaner Spaziergang: Der große Wurf nach der Werft – Stadtwandel auf Kiel gelegt

16.10.2015

Eisen und Steine versiegeln das Ufer der Weser in Gröpelingen und bilden das Fundament für Werften, Hafenanlagen und Lagerhallen. Tausende Arbeitsplätzebefanden sich einst in dieser monumentalen Industrielandschaft. Die Monumente sind geblieben und in ihrem Schatten erstreckt sich der Stadtteil.Der Wandel prägt die alten Gewerbe- wie auch Wohngebäude, neue Nutzungen und neue NutzerInnen mit Ansprüchen hinsichtlich modernen Wohnkomfortsinklusive energieeffizienter Haustechnik ziehen ein und geben dem Stadtteil langsam ein neues Gesicht. Auf der Spur nach neuen Wegen führt dieser urbane Spaziergang durch den Bremer Westen. Treffpunkt: Lichthaus / Haltestelle Use AkschenKostenfrei und ohne Anmeldung!Zeit: 14:00UhrDatum: Sonntag, den 25.10.2015Der große Wurf nach der Werft – Stadtwandel auf Kiel gelegt

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Horner Stadtbild im Umbruch, Weser Kurier, 17.09.2015

23.09.2015

Vom Landhaus zur StadtvillaVON KRISTINA BELLACH Horn-Lehe. Was einst als schön galt, ist heute verpönt, ehemals Abgewertetes ist wieder gefragt. Vieles ist einfach eine Mode, und so ist es in der Architektur und Stadtplanung nicht anders. Wie der Wandel im Ortsteil Horn vonstattengeht, zeigten nun Oliver Hasemann und Daniel Schnier vom AAA - Autonomen Architektur Atelier bei ihrem Spaziergang unter dem Titel „Urbanisierung reloaded – vom Landhaus zur Stadtvilla“. Erwartungsvoll schaut die Gruppe von rund 60 Leuten die Referenten beim Treff an der Ecke Horner Heerstraße/ Marcusallee an. Wohin die Route führt, ist geheim, nur Stadtplaner Hasemann und Architekt Schnier wissen es. Der Spaziergang, in Kooperation mit der Klimaschutzagentur Energiekonsens, hat seine Horner Prämiere. „Wir machen das seit neun Jahren, aber hier waren wir noch nie“, gibt Hasemann zu. Das Thema Urbanisierung sei jedoch gerade in Horn spannend: „Erst lag Horn als Bauerndorf vor der Stadt, das Moor ist mühsam urb...

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Urbaner Spaziergang am Sonntag, den 13.09.2015 - "Urbanisierung reloaded - vom Landhaus zur Stadtvilla"

03.09.2015

Die Flucht aus der städtischen Enge und Hektik hinaus auf das ruhige, überschaubare Land ist keine Erfindung der Gegenwart mit dem Eigenheim im Grünen vor den Toren der Stadt. Schon in der Renaissance hielt der Trend zur Errichtung vornehmer Landgüter als Kontrapunkt zur Stadt Einzug. Als Statusobjekt reicher Adliger und Bürger waren sie wenigen vorbehalten, die das Landleben mit ursprünglichen Werten und gesunden Zuständen idealisierten, die sie in den dicht bebauten Städten mit ihren ungesunden Dämpfen nicht mehr gegeben sahen. In Sichtweite der Stadt frönten sie ihrem Luxus, während die einfache Stadtbevölkerung in ihrem täglichen Überlebenskampf gefangen blieb. Auch in Bremen legten reiche Kaufleute Gärten und Landsitze an oder kauften Landgüter auf. Die Straße Plantage in Findorff erinnert noch an einen solchen Landsitz mit Orangerie. Diese Qualität des Landlebens in der Nähe der Stadt, der großzügigen Grundstücke und Wohnbauten wird in Bremen nicht zuletzt auch mit dem Stadtteil ...

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